Die Molukken
Die Inselkette der Molukken, im Osten Indonesien gelegen, ist überwiegend gebirgig, durchsetzt mit aktiven Vulkanen und einem feuchten Klima. Das führt auf den kleinen, vom Meer eingeschlossenen Inseln zu einer üppigen Vielfalt an Vegetation mit Regenwäldern, Reisfeldern, Sagopalmen und den berühmten Gewürzen wie Muskatnuß und Nelken. Die Biodiversifität der Inseln wird von den tektonischen Aktivitäten in der Region beieinflusst. Die meisten Inseln sind - geologisch betrachtet - jung, zwischen 1 bis 15 Millionen Jahre alt, und waren nie Teil einer größeren Landmasse. Daher unterscheiden sich die Inseln der Molukken deutlich von anderen Regionen Indonesiens. Die Inselkette beheimatet einige der kleinsten Inseln Indonesiens – aus Korallenriffen entstanden und von den mit am tiefsten Meeresgegenden der Welt umgeben. Daher ist der Austausch von Flora und Fauna mit anderen Gegenden gering geblieben und hat zu einer hohen Dichte von endemischen Spezien geführt.
Die wunderschönen und kaum berührten historischen Gewürzinseln der Molukken verfügen über traumhafte Strände, alte Forts und ideale Tauchregionen. Politisch sind die Molukken, die von 1950 bis 1999 eine gemeinsame Provinz bildeten, nunmehr zweigeteilt in die beiden Provinzen Nordmolukken und Molukken. Ambon ist das Tor zum Südteil der Inselkette und bietet sich an für einen Besuch der Banda Inseln und ihrer Kolonialarchitektur, Korallen-riffen und mehreren aktiven Vulkanen. Das ehemalige Sultanat Ternate ist das Tor zu den nördlichen Molukken.
Die Bacan Inseln
Die Bacan Inseln sind eine Inselgruppe vor der Südwestküste Halmaheras. Die gleichnamige Hauptinsel alleine ist größer als alle anderen ca. 80 Inseln zusammengenommen. Die Landschaft der abgelegenen Inseln ist von Hügeln sanften Hügelketten geprägt und bieten eine entspannte Atmosphäre. Die Hauptinsel ist von hohen Bergen geprägt, der höchste von ihnen, der Gunung Labua, erreicht eine Höhe von über 2100 Metern. Pulau Bacan kann über einen kleinen Flugplatz erreicht werden, der jedoch nur selten angeflogen wird. Die anderen beiden größeren Inseln der Inselgruppe, Kairuta und Mandioli, können von der Insel Bacan aus mit dem Boot erreicht werden. Der dichte Dschungel und die gebirgige Landschaft eignen sich wunderbar zum Trekking. Auf Bacan findet man die größte Bienenart der Welt und es ist die am weitesten östlich gelegene Insel der Welt auf der Affen leben – eine schwarze Affenart ist hier heimisch. Auf der Hauptinsel befindet sich auch die Ruine eines alten portugiesischen Forts, das die Insel früher vor Angriffen der Spanier schützen sollte.
Die Obi Inseln
Die Obi Inseln sind eine kleine entlegene Inselgruppe auf halbem Weg zwischen Ternate im Norden und der Insel
Ambon. Die Inseln sind besonders bei Naturliebhabern angesagt, da man hier einer einmaligen Vogelwelt begegnet. Die Insel Obi ist im Landesinnern bergig und teilweise dicht bewaldet, die höchste Erhebung in der Inselmitte erreicht 1611 Meter. Die felsige Landschaft ist besonders geeignet zum Trekking. Der Hauptort Laiwui an der Nordküste besitzt den einzigen Bootssteg der Insel für die Landung von Passagierschiffen. Sehenswert sind auch die Nebeninseln Bisa, Tobalai, und Obilatu.
Halmahera
Halmahera ist die größte Insel der Molukken, jedoch nur dünn besiedelt. Es leben rund 180.000 Einwohner auf der Insel. Damit beträgt die Bevölkerungsdichte nur rund 10 Einwohner pro Quadratkilometer, größere Städte gibt es nicht. Rund 80 % der Einwohner sind Moslems und 20 % Christen. Die höchste Erhebung der gebirgigen Insel ist mit 1.635 m Höhe der Gunung Gamkonora, ein aktiver Schichtvulkan, der zuletzt am 10. Juli 2007 ausgebrochen ist. Die Küste der Insel ist mit einer Vielzahl wunderschöner Strände gesäumt. An vielen Stellen geht der Strand in ein spektakuläres Korallenriff über, das hier eine besonders hohe Vielfalt an Farben und Formen bietet. Halmahera liegt östlich der Insel Ternate, die das Haupttor zur Provinz Nordmolukken bildet.
Morotai
Morotai ist eine mittelgroße Insel ganz im Norden der Molukken. Bekannt ist die Insel für eine Schlacht, die im Zweiten Weltkrieg stattgefunden hat. 1942 besetzten die Japaner die Insel und 1944 konnten die Amerikaner den Südteil erobern. Der Kampf um die Insel dauerte bis 1945. Noch heute findet man Unterwasser zahlreiche Wracks (Foto) von Schiffen und Flugzeugen, daher ist die Insel bei Wracktauchern sehr beliebt. Zwischen den Wracks aber auch in zahlreichen Korallenriffen hat sich eine vielfältige Unterwasserwelt breitgemacht.
Die besten Tauchgründe vor Morotai findet man vor der Küste von Lapas Pante Beach. Eine einmalige Auswahl an farbenprächtigen Korallen findet man dort in einer Tiefe zwischen 10 und 60 Metern. Wem aber nicht nach Tauchen zu Mute ist, der kann einen der tropischen Strände zum entspannen nutzen, etwa in Berebere, Wayabula, Busus-busu, Sangowo oder Daruba.
Ternate
Ternate auf der gleichnamigen Insel ist die Hauptstadt der Nordmolukken. Ternate ist im Grunde der oberirdische Teil des Vulkans Gamalama, dessen 1721 m hoher Kegel die Insel überragt. Auf der ganzen Insel findet man zahlreiche Stätten, die von der lebhaften Vergangenheit der Insel zeugen, wie die Festungen Toluko und Kalamata. Daneben finden sich in Ternate Stadt einige sehenswerte Moscheen und Kirchen sowie andere historische Gebäude. Besuchern der Insel bietet der Gunung Gamalama optimal Bedingugen für Wanderungen . Desweiteren bietet die Insel mehrere sehenswerte Strände. Die Insel bietet ebenso gute Bedingungen zum Fischen. Man kann dort Motorboote mieten, inclusive Guide, die die besten Fischgründe um die Insel kennen. Ternate kann man am besten von Jakarta oder Makassar aus mit dem Flugzeug erreichen.
Tidore
Tidore gründete seinen Reichtum in den auf der Inseln wachsenden Gewürzen und ent-wickelte sich im 16. Jahrhundert zu einem bedeutenden Sultanat. Ständiger Rivale von Tidore war das Sultanat Ter-nate, das nordwestlich liegt und nur von einer zwei Kilometer breiten Meerenge getrennt ist. Zwischen den Orten Bastiong auf Ternate und Rum im Nordwesten von Tidore verkehren regelmäßig Schnellboote. Die meisten Einwohner leben entlang der Küstenstraße, die von hier bis zu dem im Südosten gelegenen Marktort Soa Siu führt. Eine Straße führt weiter am Osthang des 1730 m hohen Keimatubu bis zum Ort Gurabunga hinauf. An den unteren Berghängen gedeihen Bananen und Taro, etwas oberhalb folgt ein lichter Waldgürtel, in dem Gewürznelken und Muskatbäume angepflanzt werden. Die Insel Tidore ist von einigen wunderschönen, kleinen Inseln umgeben, die man mit einem gemieteten Boot erreichen kann.
Ambon
Ambon ist die Hauptinsel der Provinz und bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die Zeugen einer lebhaften Vergangenheit sind. Ambon kann man gut mit dem Schiff oder mit dem Flugzeug erreichen. Auf der Hauptinsel Ambon liegt die gleichnamige Hauptstadt der Provinz Molukken. Die 270.000 Einwohner der Stadt sind vorwiegend Christen. Die Stadt, die über einen Flughafen und zwei Universitäten verfügt, liegt auf einem Hügel oberhalb einer Bucht.
Zu den schönsten Bauwerken aus der holländischen Kolonialzeit der Insel Ambon zählt das Fort Victoria im Inneren der Insel. Außerhalb der blühenden Stadt Ambon trifft der Besucher auf dichte Wälder, die sich besonders für Trekkingtouren eignen. Nur rund 15 Kilometer außerhalb befindet sich der traumhafte weiße Sandstrand von Namalutu, der einen wundervollen Ausblick auf das kristallklare Wasser der Banda See bietet. Weitere sehenswerte Strände sind die Strände Batu Capeu und Natsepa. Pintu Kota ist eine natürliche Felsformation nahe des Dorfes Airlow an der Südküste Ambons. Die Formation erinnert tatsächlich an ein Stadttor, daher der Name. Neben der schönen Aussicht ist es auch ein herrlicher Ort zum Schnorcheln.
Die Aru Inseln
Die Aru-Inseln sind eine Inselgruppe etwa 150 km südlich von Neuguinea in der Arafurasee. Die Insel-gruppe besteht aus etwa 95 flachen Inseln mit einer Gesamtfläche von 8.563 km², von de-nen die Hauptinseln nur durch schmale Wasserstraßen getrennt sind. Die Inseln haben etwa 34.000 Einwohner, der Hauptort ist die Hafenstadt Dobo im Westen der Inselgruppe. Geo-graphisch befinden sich die Inseln auf dem Arafura-Sockel, der Teil des Sahul-Kontinentalschelfs ist. Daher ist das Meer zwischen den Aru-Inseln und Neuguinea im Norden und Osten sowie Australien im Süden meist keine 100 m tief, während es zu den nur 120 km westlich gelegenen Kai-Inseln über 2.000 m Tiefe erreicht. Auf Grund der Abgelegenheit hat sich eine einmalige Flora und Fauna gebildet. Der Großteil der Inseln wird von tropischen Regenwald sowie von Savannen und Mangroven bedeckt. Einige Arten kommen nur auf den Aru-Inseln vor, wie etwa der Streifenbeutelmarder, zahlreiche Vogelarten sowie sogar Kängurus Die Aru-Inseln sind besonders für Naturliebhaber zu empfehlen.
Die Babar Inseln
Die Babar Inseln zählen mit zu den entlegensten Inseln Indonesiens und sind touristisch bisher nicht erschlossen. Die Inselgruppe besteht aus sechs Hauptinseln, die bekannteste davon ist die Insel Babar. Eine unglaubliche Artenvielfalt findet sich auf der Insel. Dichter Wald und zahlreiche Hügel unterscheiden die Insel Babar von den übrigen, eher flachen Inseln der Inselkette. Tepa ist die einzige Stadt auf den Babar Inseln, die man nur mit dem Schiff erreichen kann.
Die Bandar Inseln
Im 17ten Jahrhundert waren die Banda Inseln Mittelpunkt eines Krieges der Europäer über die KontrolIe der Gewürzinseln. Denn zur damaligen Zeit war die Inselgruppe der einzige Ort der Welt, wo Muskatnüsse angebaut wurden. Der Krieg wurde beigelegt in dem die Holländer den Briten Manhattan übergaben im Tausch für das Monopol auf den Export von Muskatnüssen. Heutzutage kommen die Besucher nicht so sehr wegen der Gewürze hierher. Die Banda Inseln sind wegen ihrer einmaligen Unterwasserwelt ein beliebtes Reiseziel zum Tauchen und Schnorcheln. Die prachtvollen Korallengärten der Inselgruppe beginnen direkt vor der Küste und bieten ein unvergleichliches Erlebnis. Die meisten Besucher übernachten auf der Hauptinsel Banda Neira. Neben den Unterwassersehenswürdigkeiten hat die Insel auch an Land einiges zu bieten. Gunung Api, ein aktiver Vulkan, lädt zum Besteigen ein. Und bietet von seiner Spitze einen traumhaften Panoramablick über die benachbarten Inseln. Am Fuß des Vulkans liegt das von der UNESCO-geschützte Fort Belgica, das bekannteste Relikt der Kolonialkriege.
Die Kei-Inseln
Die Kei-Inseln setzen sich aus zahlreichen Inseln zusammen, einschließlich Kei Besar, Kei Kecil oder der Tahayad-Inselgruppen. Die gesamte Landfläche der Kai-Inseln beträgt 1438 km². Kei Besar ist bergig und dicht bewaldet. Kei Kecil ist flach. Die Hauptstadt ist Tual und wird überwiegend von Moslems bewohnt. Der Nachbarort Langgur ist das Zentrum der Christen. Nach örtlichen Überlieferungen sollen die Vorfahren der heutigen Inselbewohner von Bali stammen, als Teil des expandierenden Majapahit-Königreiches vom westlichen Indonesischen Archipel. So sind auf der kleinen Insel Tanimbarkei die Hälfte der sehr traditionell lebenden 1000 Einwohner Hindus. Die Kei-Inseln sind eigentlich ein gehobenes Korallenriff. Sie sind bekannt für die Schönheit ihrer Strände, darunter Pasir Panjang. Wenige Touristen haben die Kei Inseln bisland für sich entdeckt, so dass die Besucher weite Strandflächen für sich alleine nutzen können. Neben Schnorcheln sind die Inseln beliebt zum Surfen und Windsurfen.
Die Lease Inseln
Die Koralleninseln der Lease-Inseln bestehen aus den drei Hauptinseln Nusa Laut, Haruku und Sarapua. Sarapua ist die belebteste der drei Inseln und verfügt über eine traditionelles Keramikhandwerk. Viele Touristen kommen zum Tauchen hier her. In der Zeit von August bis Januar ist die Luft erfüllt mit dem Duft der Nelken, Muskatnüsse und Sago-palmen, den dann ist Erntezeit. Die Architektur der Insel zeigt viele Zeichen des holländischen Einflusses.
Wetar
Die tropische Insel Wetar liegt rund 50 kilometer nördlich von Osttimor. Die Insel hat eine Fläche von 3.600 km². Sie ist umgeben von Korallenriffen, die sich zum Sporttauchen eignen. Der höchste Punkt der Insel liegt 1.412 Meter über dem Meer. Die wichtigsten Städte auf Wetar sind Lioppa im Nordwesten, Ilwaki im Süden, Wasiri im Norden, Masapun im Osten und Arwala im Nordosten. Straßen verbinden die Ortschaften miteinander. Regen fällt fast nur in der Zeit des Monsuns. Daher verlieren viele Bäume des Waldes, der die Insel größtenteils bedeckt, ihre Blätter in der Trockenzeit. Sie ist bekannt für ihre einzigartige Fauna Auf Wetar leben 162 Vogelarten, drei davon sind endemisch. Unter den Reptilien ist der Bindenwaran mit über zwei Metern Länge der auffälligste Vertreter auf der Insel .
Tanimbar
Die Inselgruppe Tanimbar liegt in der Arafurasee zwischen Timor und Neuguinea und schließt sich östlich an die Kleinen Sundainseln an. Die Inselgruppe weist die Struktur einer Kette auf und reicht von Nuswotar östlich der Insel Timor bis Yamdena. Der höchste Gipfel liegt auf der Insel Laibobar und ist etwa 600 Meter hoch. Die größte Stadt Saumlaki, mit etwa 10.000 Ein-wohnern, liegt auf der Hauptinsel Yamdena. Die Bewohner der Insel sind für ihren traditionellen Lebensstil bekannt, trotzdem ist das Christentum die wichtigste Religion auf der Insel. Holzschnittkunst, Goldschmiedearbeiten und Kleidung nach Art des traditionellen Webstil Ikat sind die wichtigsten Einnahmequellen. In den Wäldern der Insel leben wilde Wasserbüffel, der Tanimbar Busch-Sänger sowie der Tanimbarpython. Der Hauptort Saumlaki besitzt auch einen kleinen, allerdings wenig frequentierten Flughafen sowie einen ausgebauten Hafen, der vor allem von der staatlichen Schifffahrtsgeschellschaft Pelni angefahren wird.

















