Indonesien ist der größte Archipel der Welt. Mit einer Küstenlinie von über 95.000 Kilometern und einem Staatsgebiet, das zu dreivierteln aus Wasser besteht, bietet das Land ein enormes Potenzial für den maritimen Sektor, der auf 140 Milliarden US-Dollar geschätzt wird (ohne Öl- und Gasförderung).
EXPORTE IM BEREICH FISCHEREI
Basierend auf den Daten der Indonesischen Statistikbehörde BPS ist der Export an Fischerei-erzuegnissen im Jahr 2008 um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen; von 2,3 Milliarden US-Dollar in 2007 auf 2,5 Milliarden US-Dollar in 2008. Der Verband der Indonesischen Fischerei-Unternehmen (Gappindo) erwartet für das laufende Jahr für vereinzelte Märkte (wie Osteuropa) einen Anstieg im Export, im Gesamtergebnis jedoch ein gleichbleibenden Export, da der Absatz auf wichtigen Absatzmärkten wie die Vereinigten Staaten, Japan sowie die Vereinigten Arabischen Emirate durch die globale Finanzkrise um 10-15 Prozent gesunken sei. Daher konzentriert sich die indonesische Fischereibranche darauf, auf den Hauptabsatzmärkten ihren Marktanteil zu wahren oder auszubauen sowie neue Märkte wie Osteuropa und Nahost weiter zu erschliessen.
AQUAKULTUR
Im Laufe der vergangenen fünf Monate (2004 bis 2008) ist die Produktion der Fischzuchtanlagen kontinuierlich gestiegen, um durchschnittlich 24,3 Prozent jährlich, d.h von 1,45 Millionen Tonnen im Jahr 2004 auf 3,53 Millionen Tonnen in 2008. Den stärksten Zuwachs erlebten die Zucht von Seegras (53,33 Prozent jährliches Wachstum im Zeitraum), Tilapia (23,96 Prozent pro Jahr), Pangasius (22,86 Prozent pro Jahr) sowie die Zucht von Raubwelsen (20,84 Prozent pro Jahr). Für 2009 wird das Produktions-volumen sogar rund 47 Prozent über dem Vorjahresergebnis liegen.
Der Export von Fischen und Meeresfrüchten aus Zuchtbetrieben hat sich innerhalb dieses Zeitraums ebenfalls stark erhöht. Der Exportwert ist jährlich um durchschnittlich 7,91 Prozent angewachsen von 1,65 Milliarden US-Dollar 2004 auf 2,23 Milliarden US-Dollar 2008. Das erste Halbjahr 2008 erlebte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar einen Anstieg um 21,30 Prozent von 1,49 Milliarden US-Dollar auf 1,81 Milliarden US-Dollar. Den wertmäßig größten Anteil am Export von Zuchtprodukten haben die Garnelen mit fast 46 Prozent.
Eine bedeutende Marktstellung haben Produkte aus indonesischer Fisch- und Meeresfrüchtezucht in den Vereinigten Staaten, wo 35 Prozent der Importe in diesem Bereich aus Indonesien stammen, sowie in Japan, wo 26 Prozent aus Indonesien kommen.
Die Fisch- und Meeresfrüchtezucht in Indonesien ist bisher nicht von der globalen Finanzkrise beeinflußt.
Verschiedene Indikatoron belegen dies:
- Die Produktion ist stabil geblieben, sogar leicht angestiegen.
- Die Preisentwicklung ist stabil geblieben
- Es kam bisher nicht zu nennenswerten Orderstornierungen
- Es fanden keine Massenentlassungen im Bereich Fischzucht statt, in einigen Regionen konnten die
Fischzuchtbetriebe sogar entlassene Arbeiter aus anderen Sektoren aufnehmen.
SEEGRAS
Seit 2007 ist Indonesien bereits weltgrößter Erzeuger von Seegras der Sorte Euchema Spinosum. 2007 wurden in Indonesien 94 Tausend Tonnen Seegras produziert. Der Großteil der Produktion entfällt auf die beiden Sorten `euchuma dentuculatun` , die insbesondere als Rohstoff für die Kosmetik- und Arzneimittelindustrie gezüchtet wird, sowie die Sorte „glacilaria“ aus der Agar-agar gewonnen wird. Die größten Anbaugebiete in Indonesien liegen in Südsulawesi, gefolgt von Bali, Sumbawa sowie Jawa und Madura. Indonesien beabsichtigt für das kommende Jahr weltgrößter Seegrasproduzent zu werden.
















