Sumatra ist die Heimat einer unglaublichen Vielfalt von Tieren und Pflanzen. Zu den 17 endemischen Pflanzen gehören die Sumatra-Kiefer, die Riesenrafflesie, die über die größte Einzelblüte der Welt verfügt oder die Titanenwurz, die als größte Blume der Welt gilt. Die Insel beheimatet 201 verschiedene Säuge-tierarten und 580 Vogelarten. Es gibt neun endemische Säugetierarten auf Sumatra und weitere 14 auf den Mentawai-Inseln, z.B. Sumatratiger, Orangutans, Sumatra-Nas-hörner, Sumatra-Elefanten, Asiatische Wildhunde, Schabracken-Tapire, Kurz-nasenflug-hunde, Malaienbären sowie Borneo-Nebelparder.
Die Trockenzeit dauert von März bis August, die restlichen Monate herrscht Regenzeit. Das Wetter an den Küsten ist normalerweise warm, von 25 bis 30 Grad. Im Gebirge ist es kühler, durchschnittlich nur 20 Grad. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 65 bis 75 Prozent.
Die Bevölkerung ist großteils malai-ischen Ursprungs, sie teilt sich auf über 50 verschiedene Sprachen, die einander jedoch recht ähnlich sind. Die Malaiische Sprache dominiert bei den Küstenmalaien im Osten Sumatras, im gebirgigen Westen finden sich zum Beispiel, die Minangkabau, die durch ihre matrilineare Gesellschaftsordnung besonders bekannt sind, daneben die Lampung im Süden, die Batak im nördlichen Hochland und die Achinesen. Etwa 80% der Bevölkerung bekennt sich zum Islam sowie 18% zum Christentum. Der Großteil der Zentral-Batak etwa sind evangelische Christen, eine Religion, die durch den Deutschen Missionar Nommensen hierher gelangte. Daneben gibt es noch einige andere Glaubensrichtung. Größere Gruppen von ethnischen Chinesen wohnen hauptsächlich in Großstädten wie Medan. Die Inseln Nias und Mentawais haben ihre eigenen Dialekte, Sitten und Gebräuche behaupten können.
ACEH
Acehs Lage an der Strasse von Malakka hat die Menschen seit Jahrhunderten in Kontakt mit der Welt gebracht, wobei sie sich ihren ausgeprägten Stolz und ihre Unab-hängigkeit bewahrt haben. Schon vor alten Zeiten hat der intensive Handel zwischen China und Indien - später zwischen den Gewürzinseln und Europa - diese Wasserstrasse zu einer der verkehrsreichten der Welt ge-macht.
Banda Aceh
Die Hafenstadt Banda Aceh wurde bereits im Jahr 1205 gegründet. Die Große Moschee Baiturrahman ist die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Im Herzen der Stadt gelegen, machen die einzigartige Architektur und Ornamente sie zu einer der bekanntesten Moscheen in Südostasien. Außerhalb der Gebetszeiten kann sie besichtet werden. Die Residenz des Gouverneurs, das Meuligo, ist ein Kolonialbau aus dem 19. Jahrhundert, das auf der Ruine des ehemaligen Sultanpalastes errich-tet wurde.
Einige andere Gebäude wie der Gunungan, das Lustschloss des grossen Sultans Iskandar Muda, erinnern aber noch heute an die Zeit, als Banda Aceh das Zentrum des Sultanats Aceh war. Das Museum Negeri bietet über diesen Teil der Geschichte Acehs einen interessanten Einblick. In der Nähe des Malayahati Hafens befinden sich einige Sehens-würdigkeiten, wie die Überreste alter Forts.
Insel Weh
Die Insel Weh liegt dem nord-westlichen Ende Sumatras vorgelagert. Dieser wunderschöne Ort, ist zugleich der westlichste Teil Indonesiens. Große Teile der Insel sind mit Primärwald überzogen und lange, teilweise unbewohnte, weiße Sand-strände und Steilküsten säumen die hügelige Insel. Von den Hügeln hat man einen unbeschreiblichen Panoramablick auf die Bucht von Sabang. In den Bergen der Insel befindet sich der abgelegene Aneuk Laut See. Die Insel Weh ist bekannt für ihr einzigartiges Ökosystem. Daher wurden 60 Quadratkilometer Land- und See-fläche zum Naturschutzgebiet erklärt. Rund sechs Kilometer vor der Insel Weh liegt Rubiah, ein Paradies für Taucher. Dort findet man unberührte Korallenriffe und kann regelmäßig große Meerestiere, wie Walhaie, Mantas, Barrakudas und sogar Mond-fische beobachten.
Gayo Hochland
Das zerklüftete Hinterland Acehs ist etwas für Abenteurer, da Regenwälder und Berglandschaften das Reisen schwierig machen. Aber man wird reichlich entlohnt durch den schönen und stillen Tawar See, Sumatras nördlichstem Kratersee oder die abgelegenen Dörfer des Gayo Hochlandes, die bis zum Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts völlig isoliert waren.
WESTSUMATRA
Als ein Gebiet mit Hochebenen, Schluchten, geschützten Tälern und luftigen Berggipfeln vereint West-Sumatra aufregende Naturschönheit mit dem Charme bemerkenswerter Menschen. Die Minangkabau sind in ganz Indonesien für ihre Geschäftstüchtigkeit, ihre würzige Küche und ihre fröhliche Gastfreundschaft bekannt. Die Gesellschaft der Minangkabau ist eine der wenigen matrilinearen Gesellschaften der Welt. Auch die raffinierten Tänze der Minangkabau haben Besucher seit Jahrhunderten verzaubert.
Padang
Die Hauptstadt der Provinz West-Sumatra, wird von Touristen gerne als Transitort auf dem Weg zur Insel Nias, nach Bukittinggi oder den Kerinci Seblat Nationalpark, genutzt. Das Stadtbild ist von einer einmaligen Architektur geprägt. Ent-lang der Strandpromenade lassen sich schöne Spaziergänge unternehmen. Die Stadt ist berühmt für ihre delikate Küche, die man hier überall Restaurants und Straßenständen ge-nießen kann.
Bukittinggi
Das kulturelle Zentrum der Minangkabau ist wohl einer der schönsten und ange-nehmsten Or-te auf Suma-tra. Auf einer Höhe von 930 Meter liegt die Stadt umringt von drei Vulka-nen; den Tan-dikat, Singga-lang und Me-rapi. Das Wahrzeichen ist die Turmuhr „Jam Gadang“, deren Dach die Form eines Horns hat und im Zentrum der Stadt steht. In einem traditionellen Minangkabau-Haus liegt das Museum Rumah Gadang. Sonntags werden auf der Frei-lichtbühne im Garten Tanzauf-führungen angeboten. Am Rande der Stadt befindet sich der Ngarai-Sianok-Canyon mit japanischen Höhlen aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Canyon trennt Bukittinggi von Kota Gadang, einem kleinen Ort, der bekannt für seine Silberstickarbeiten ist. Die Umgebung von Bukittinggi bietet noch viele weitere lohnende Ausflugsziele, wie die allabendlichen Stierkämpfe in Padang Lawas, das Harau-Naturreservat, den Pagar-uyung-Minagkabau-Palast oder auch den Singkarak-See.
NORDSUMATRA
Üppige Täler, kaskadenartige Wasserfälle und aktive Vulkane prä-gen die Landschaft der Region Nord-sumatra, der meistbesuchten Region der Insel Sumatra. Die größte vulka-nische Formation ist der Tobasee. Nordsumatra ist die bevölkerungs-reichste Provinz Sumatras. Neben Malaien lebt im Gebirge auch das Volk der Batak, das sich durch Tradi-tion und seinen christlichen Glauben von der muslimischen Mehrheits-bevölkerung unterscheidet.
Medan
Die geschäftige Hafenstadt kann auf eine bewegte Geschichte zurück-blicken. Von einem kleinen Sultanat am Delta des Deli-Flußes ist Medan heute zu Indonesiens zweitgrößter Stadt herangewachsen und ein leben-diges Geschäftszentrum. Die ver-schiedenen Epochen der Stadtge-schichte haben ihre Zeugnisse im Stadtbild hinterlassen. Der Maimoon-Palast zeugt vom Ruhm des Sultanats von Deli. Holländische Kolonial-bauten prägen große Boulevards, während im Zentrum das moderne Medan mit seinen Strassencafes das Stadtbild dominiert. Die große Moschee von Medan steht für die klassisch malayische Architektur. Die im indischen Stil gebaute Graha Maria Annai Velankanni-Kirche ist die wohl schönste katholische Kirche in Südostasien und gleichzeitig ein Sinnbild für das multikulturelle Medan.
Tobasee
Wer zum ersten
Mal den sieht, mag das Gefühl haben auf ein Meer zu schauen. Es ist der größte Vulkansee der Erde. Der See misst 30 mal 100 km und ist bis zu 505 m tief. Am See, 960 m über dem Meeresspiege l, ist eine einmalige Pflanzenwelt entstanden. Die Szenerie am Tobasee, eingerahmt von den Gipfeln des Barisangebirges, ist berühmt für ihre einmaligen Sonnenauf- und –untergänge. Das Klima ist für die Tropen überraschend mild und frisch. Vom Ort Parapat kann man mit einer Fähre zur Samosir-Insel in der Mitte des Sees übersetzen. Samosir ist der Ursprungsort des Toba-Batak-Stamms ditionelle Batakdörfer. Der wunderschöne Ort ist ein idealer Platz zum Entspannen.
Berastagi
Berastagi ist ein beschaulicher Ort im Karo Hochland, auf dem Weg von Medan zum Tobasee. Auf einer Höhe von 1300 Meter liegt der Ort zwischen den rauchenden Vulkanen Sinabung und Sibayak. Das kühle Klima des Ortes und sein fruchtbarer vulka-nischer Boden haben Berastagi zu einem Zentrum für den Anbau zahlreicher Obst– und Gemüsearten gemacht. Sehr zu empfehlen ist ein Aufstieg auf einen der beiden Vulkane oder ein Besuch der heißen Quellen.
RIAU
Riau umfasst den Ostteil Zentral-sumatras und grenzt an die Straße von Malakka und das Südchine-sische Meer. Von dieser strategisch günstigen Lage, nahe der meist befahrenen Meerespassage der Welt und dem weltgrößten Hafen Singa-pur, profitiert die Region besonders. Die Provinz Riau ist eine der am schnellsten wirtschaftlich wachsen-den Regionen Indonesiens und mit großen Vorkommen an Öl und Gas, sowie den Anbaugebieten für Kaut-schuk und Palmöl ausgestattet. Der Großteil der Landfläche Riaus ist dicht bewaldet. Die Hauptstadt ist Pekanbaru
Candi Muara Takus.
120 Kilometer östlich der Hauptstadt Pekanbaru befinden sich die Ruinen von Muara Takus, einem antiken Tempelkomplex am Ufer des Kampar-Kanan Flußes. Mitten in einem entlegenen Abschnitt des Re-genwalds gelegen, bleibt der Tem-pel für Archäologen bis heute ein Rätsel. Experten konnten bis heute nicht genau einordnen, wann der Tempel gebaut wurde. Einige Quellen legen jedoch eine Verbindung zum buddhistischen Reich von Sriwijawa nahe, dass vom achten bis zum zehnten Jahrhundert die Geschicke Sumatras dominierte.
Sicher ist, das die Tempelanlagen von Muara Takus eines der ältesten Steingebäude auf Sumatra darstellen und das größte antike, noch erhaltene Bauwerke der Insel ist. Das hohe Tempelgebäude, bekannt als Mah-ligai Tempel, hat die Form eines Turmes und nicht die glockenähnliche Form, die normalerweise aus der buddhistischen Architektur bekannt ist. Weitere Steinbauten des Tempelkomplexes, die besichtigt werden können sind etwa der Bung-su Tempel sowie der terrassen-förmige Candi Tua Tempel, der ursprünglich größte Teil der Anlage.
Der Palast des Sultans von Siak
Der im maurischen Stil erbaute Palast des Sultans von Siak liegt 120 Kilometer flussaufwärts von Pekan-baru entfernt, am Ufer des Siak. Der Palast wurde 1889 von Sultan Syarif Hasyim Abdul Jalil Syarifuddin er-baut und ist heute ein Museum. Im Palast werden die königlichen Utensilien ausgestellt und andere historisch wertvolle Exponate. Das im sechzehnten Jahrhundert entstandene Sultanat Siak Sri Inderapura bestand bis 1946 und fiel dann den allgemeinen politischen Unruhe nach dem Abzug der japanischen Besatzungstruppen zum Opfer.
Kerumutan Naturreservat
Das 120.000 Hektar große Naturreservat liegt im Kuala Kampar Distrikt und kann mit einem Boot von der Provinzhauptstadt Pekanbaru erreicht werden. Ein großer Teil des Nationalparks besteht aus Torf-mooren und Feuchtwäldern. Im Süden schließen sich weite Reisfelder an den Wald an. Ein interessantes Naturphänomen, das von den Einheimischen Bono genannt wird, kann am nahegelegenen Fluß bestaunt werden.
Jeden Tag, wenn das Hochwasser einsetzt, schwillt der Fluß an und an der Flussmündung staut sich das Wasser begleitet von einem rumpelnden Geräusch auf und türmt sich baumhoch auf, wirbelt umher und wandert flussaufwärts, wobei die Wasserauftürmung langsam absinkt und irgendwann ganz verschwindet, bis sich das Naturschauspiel am folgenden Tag von Neuem wiederholt.
Riau- Archipel ( Kepulauan Riau)
Das Riau-Archipel besteht aus tausenden über das südchinesische Meer verstreute Inseln. Einige sind kaum mehr als winzige Flecken in der azurblauen See, andere zählen zu den schönsten tropischen Inseln des gesamten indonesischen Archipels. Durch die Nähe zu Singapur haben sich zahlreiche touristische Resorts etabliert. Ein Tragflügelboot bringt Besucher in kürzester Zeit von Singapur herüber. Ein Highlight für jeden Besucher ist das Drachenbootfestival, das jedes Jahr im Oktober ausgetragen wird.
Batam
Die Insel Batam liegt so nahe an Singapur, dass die Lichter des Finanzzentrums bei Nacht an den Stränden Batams zu sehen sind. Die Insel ist ein Industrie- und Tourismuszentrum der Provinz. Doch die Insel, die zum Großteil von Regenwald bedeckt ist, hat sich seine Ursprünglichkeit und seine reiche malayische Kultur erhalten können und bietet Besuchern zudem eindrucksvolle Traumstränden.
Bintan
Die Insel Bintan ist ein weiteres sich rasch entwickelndes Ferienziel, ebenfalls von Singapur aus per Fähre zu erreichen und von unberührten Sandstränden gesäumt. Tanjung Pinang, die Provinzhauptstadt, verfügt über eine sehenswerte Altstadt. Empfehlenswert ist auch ein Besuch auf dem Fischmarkt, wo täglich frischgefangener Fisch zu günstigen Preisen erworben werden kann. Ebenfalls auf Bintan liegen die Wasserdörfer „Pelantar“
Lingga-Inseln
Von der Insel Bintan aus kann man die entlegenen Lingga-Inseln mit einem Schnellboot erreichen. Zwischen Korallenbänken, Strände und versteckte Buchten bieten ein einmaliges Abenteuererflair.
Daik ist ein kleiner, sehenswerter Ort mit vielen historischen Relikten des Riau-Lingga-Königreiches auf der Insel Penyengat
Die Lingga-Inseln sind voll mit tropischen Plantagen und umgeben von einer atemberaubenden Unter-wasserwelt. Vom Mount Daik mit seinen drei Gipfeln bietet sich ein wunderbarer Panoramablick auf die Lingga-Inseln. Zwei nahegelegene Wasserfälle bieten wunderbare Gelegenheit sich zu entspannen und zu erfrischen.
JAMBI
Die Provinz Jambi liegt an der Ostküste der Insel Sumatra, der Straße von Malakka zugewandt. Jambi kann zurückblicken auf eine lange Geschichte als Schmelztiegel verschiedener Ethnien. Die ersten Einwohner der Gegend waren die Kubus, die mit der ersten Welle der malaiischen Migration nach Sumatra hierher kamen. Das alte Königreich Malayu entwickelt und gedieh in der Region Jambi, bevor es durch das mächtige Nachbarreich Sriwijaya unterworfen wurde. Später jedoch verlegte Sriwijaya seine Hauptstadt von Palembang nach Jambi und die Region erlangte ihre Bedeutung zurück. Jambi hat eines der größten Regenwald– und Torfgebiete Indonesiens. Die Provinz ist Heimat für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen und ein aufregender Ort für Aktivurlauber.
Kerinci-Ebene
Mitten im Barisangebirge liegt der Kerinci Seblat Nationalpark, der bemerkenswert ist auf Grund seiner der intakten Flora und Fauna. Wer gut in Form ist, kann den 3805 Meter hohen Gunung Kerinci besteigen, Indonesiens höchster Vulkan, der ebenfalls im Park gelegen ist. Er überragt die ihn umgebenden Teefelder der Kayu Aro Hochebene. Das dem Gipfel am nächsten gelegene Dorf ist Kersik Tuo, in der Nähe von Kayu Aro, Kerinci. Der Ort dient Bergsteigern häufig als Aus-gangspunkt. Der Weg zum Gipfel des Mount Kerinci ist durchgehend ge-kennzeichnet. Die beste Jahreszeit für einen Besuch ist Januar bis Oktober. Südlich des Gunung Kerinci befindet sich der Kerinci-See auf einer Höhe vom 783 über dem Meeresspiegel.
Muara Jambi Tempel
In mitten des undurchdringlichen Dschungels, am Ufer des Batanghari Flusses liegt einer der größten ehemaligen buddhistischen Tempel-komplexe Sumatras, Muara Jambi. Es ist eine der reichhaltigsten archä-ologischen Stätten der Insel. Die acht Tempel-Strukturen wurden vermutlich im 14. Jhd. errichtet. Nach einer kurzen Bootsfahrt von der Stadt Jambi über den Batanghari-Fluss erreicht man den Komplex.
Die Anak Dalam
Das Volk der „Anak Dalam“ ist ein Nomadenvolk, das in den Regenwäldern am Fuß des Barisangebirges in der Provinz Jambi lebt. Die Anak Da-lam, die sich selbst „Menschen des Wal-des“ nennen, decken traditionell ihren gesamten Lebensbedarf aus dem reichhaltigen Angebot, das der Urwald ihnen zur Verfügung stellt. Kultur und Sprache der Anak Dalam scheinen mit der ebenfalls matriliniaren Kultur der Minangkabau verwandt zu sein. Bis heute üben die meisten der Anak Dalam ihren animistischen Glauben aus.
SÜDSUMATRA
Die Provinz Südsumatra liegt auf der Ostseite der Barisan-Bergkette. Der vorwiegend flache, sumpfige Ostteil der Provinz wird von großen Flüssen durchströmt und von dem Flussdelta des 750 Kilometer langen Musi-Flusses beherrscht. Palembang, die alte Hauptstadt Sriwijayas, ist das Tor zur Provinz Südsumatra und liegt 60 Kilometer landeinwärts direkt am Ufer des Musi. Hier konzentrieren sich die sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten der Provinz. Die übrigen Gebiete sind eher landwirtschaftlich geprägt.
Palembang
Die Stadt an den Ufern des Musi Flusses ist das Zentrum der Aktivitäten in der Provinz. Ein kultureller Höhepunkt ist der Besuch des Sultan Machmud Badaruddin Museums, das rund fünf Kilometer vom Flughafen entfernt liegt. Das faszinierende Gebäude ist ein Stilmix aus malaiischen
und nieder-ländischen Kolonialstil. Gebaut wurde es 1823. Es verfügt über 2000 Relikten und Antiquitäten, die durchaus einen Besuch lohnen. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Amperabrücke, die nach dem zwei-ten Weltkrieg von den Japanern er-baut wurde. Die Brücke verbindet beide Teile der Stadt. Besonders bei Nacht, wenn die Brücke sich hell erleuchtet über den breiten Fluss spannt, ver-mittelt sich dem Be-such Palembangs die besondere Atmo-sphäre des Ortes. Am besten kombiniert man den Besuch der Amperabrücke mit einer Fahrt auf dem Fluss vorbei an schwimmenden Märkten und tradi-tionellen Häusern.
Jedes Jahr am 17. August, dem Un-abhängigkeitstag der Republik Indo-nesien, sprüht Palembang vor Akti-vitäten. So wird auf dem Musi Fluss alljährlich ein Kanuwettrennen veran-staltet. Jedes der langen Bidar-Kanus ist mit einem geschnitzten Tierkopf versehen und wird von 40 kräftigen Paddlern so schnell wie möglich den mäandernden Musi-Fluss entlang ge-trieben. Das Rennen der bunt geklei-deten Kanuten beginnt am morgen, direkt nach der Fahnenzeremonie zu Ehren der Unabhängigkeitsfeier. Eine begeisterte Zuschauermenge das Flussufer, dahinter werden an zahl-reichen Ständen alle Arten von Hand-werkskunst angeboten. In der ganzen Stadt finden über den Tag verteilt zahlreiche kulturelle Veranstal-tungen statt.
Zwei Fahrstunden außerhalb Palembangs befindet sich der Curup Tenang Wasserfall. Wer Palembang besucht sollte unbedingt einen Abstecher hierhin unternehmen. Aus einer atemberaubenden Höhe von 90 Metern stürzt der Wasserfall in Kaskaden in die Tiefe.
Traditionelle Limas Häuser
Bei der Rundreise durch Südsumatra kann man an vielen Orten noch auf die traditionellen Limas-Häuser, die gekennzeichnet sind durch die pyramidenförmigen Dächer. Diese ziemlich großen Häuser sind eine klassische malaiische Bauform. Limas Häuser sind Pfahlbauten. Typischerweise führen zwei Treppen, je eine links und rechts, zu dem Eingang des Hauses. Die Außenwände sind mit Ornamenten verziert. Limas Häuser findet meist entlang eines Flussufers. Der Hauseingang ist dabei immer dem Ufer zugewandt, wodurch eine größere Privatsphäre garantiert wird. In Palembang kann man einige dieser schönen Häuser z.B. in der Straße Jalan Pulo finden.
Bukit Serelo
Rund zwanzig Kilometer außerhalb der Stadt Lahat liegt Bukit Serelo. In einer grünen, idyllischen Hügelland-schaft ragt ein Hügel ganz besonders hervor. Von den Einheimischen wird diese beeindruckende Felsformation auch „Zeigefinger-Hügel“ genannt, weil seine Form in der Tat einer Fingerkuppe gleicht, die in den Himmel deutet. Am Fuß des Hügels schlängelt sich ein kleiner Fluss durch die waldreiche Landschaft. Dort befindet sich auch ein Elefan-tenschutzzentrum. Rund 40 zahme Elefanten werden hier versorgt und ausgebildet. Die Gegend um den Bukit Serelo ist ein beliebtes Aus-flugsziel, weil man hier frei von Hektik wunderbar entspannen kann.
Mount Dempo
Der höchste Gipfel Südsumatras ist ein über 3000 Meter hoher Vulkan mit zwei Gipfeln. Der höhere Gipfel ist der Merapi mit 3173 Metern über dem Meeresspiegel. Der andere Gipfel, der Dempo, erreicht eine Höhe von 3049 Metern. Die Über-reste von insgesamt sieben Kratern sind rund um die beiden Gipfel zu finden. In der Caldera hat sich ein 400 Meter breiter See gebildet. Der Dempo Vulkan erhebt sich deutlich sichtbar über die fruchtbare Pasumah Ebene.
Die nächstgelegene Stadt ist Pagar-alam. An den Ausläufern des Vul-kans, auf einer Höhe von 1650 Metern, erstrecken sich weite Tee-plantage. Nach einem Besuch der grünen Teefelder, können Besucher von dem nah gelegenen Dorf aus den Aufstieg zum Gipfel beginnen. Die Gegend um den Vulkan eignet sich neben Wanderungen und Bergsteigen auch sehr gut für Mountainbike-Touren durch die grünen Ebenen und die steilen Hänge des Dempo.
BANGKA BELITUNG
Die Provinz Bangka-Belitung umfasst zwei große Inseln östlich von Sumatra: Bangka und Belitung sowie mehrere kleinere Inseln. Bangka- Belitung lebt seit langen von seinen reichhaltigen Zinnminen. Aber auch der Reichtum seiner Natur und die Vielfältige Unterwasserwelt machen die Provinz zu einem attraktiven Reiseziel.
Pantai Matras
Der idyllische Strand Pantai Matras befindet sich im Dorf Sinar Baru im Osten der Insel Bangka. Der drei Kilometer lange und fast 30 Meter breite unberührte weiße Sandstrand ist der wohl schönste Strand der Provinz. Kokospalmen säumen das Ufer. Bei strahlendem Sonnenschein und einer gelegentlichen tropischen Brise kann man ideal das warme und klare Wasser des Meeres genießen. Wem das zu warm ist, der kann alternativ auch ein erfrischendes Bad in dem Fluss nehmen, der hier ins Meer fließt.
Batu Baginde
Etwa 70 Kilometer von der Stadt Tanjungpandan entfernt liegt Batu Baginde, ein Hügel der aussieht wie ein Haufen hoch aufragender Steine, die sich mehrere hundert Meter zu einem Hügel auftürmen, der seine Umgebung eindrucksvoll überragt. Für die Einheimischen der Region ist Batu Baginde ein magischer Ort, der eng mit dem mythischen Ursprung der Insel Belitung verbunden ist. Auf der Rückseite des Batu Baginde Hügels befindet sich eine weitere kuriose Steinformation: Ein hoch aufragender, schief stehender Stein, der so aussieht, als ob er eigentlich schon längst hätte umfallen müssen. Die ganze Gegend um den Batu Baginde eignet sich sehr gut für sportliche Besucher, die eine Herausforderung zum Wandern und Klettern suchen.
Tanjung Kelian Leuchtturm
Der alte Leuchtturm in Tanjung Kelian wurde im Jahre 1826 von den Niederländern errichtet. Wer fit ist und sich die Zeit nehmen möchte, kann die 199 Stufen zur Spitze des Leuchtturms erklimmen und von dort oben den spektakulären Blick aus einer Höhe von 60 Metern über das umliegende Meer ge-nießen. Aus dieser Höhe kann man auch den gesamten Strand von Muntok überblicken, dem Hauptausfuhrhafen für weißen Pfeffer. In der näheren Umgebung des Turms kann man bis heute immer noch Wracks der niederländischen und britischen Schiffe finden, die durch die Torpedos japanischer Kriegsschiffe am 16. Februar 1942 versenkt wurden.
BENGKULU
Bengkulu, an der Südwestküste gelegen, ist die kleinste und am wenigsten dicht besiedelte Provinz Sumatra. Besonders ist, das die Provinz im Gegensatz zu den übrigen Provinzen Indonesiens überwiegend unter englischer Kolonialherrschaft stand. Bengkulu liegt an der Südwestküste von Sumatra, die Bevölkerung besteht aus Rejang, Malaien, Chinesen, Bugis und anderen Gruppen. Die Bukit-Barisan Bergkette stellt die nordöstliche Grenze der Provinz dar. Tiger und Elefanten wandern durch die Reste des ursprünglichen Regenwaldes, wo exotische Rafflesia und Orchideen wachsen.
Bengkulu StadtFort Marlborough
Schon vom Strand aus kann man das gewaltige britische Fort, Fort Marlborough oder auch "Raffles" Fort genannt, erblicken. Erbaut zwischen 1714 und 1719, wurde das Fort bekannt als die zweitstärkste Festung der Briten in Asien nach Fort George in Madras, Indien. Über 100 Jahre hatten die Briten die Region unter ihrer Kontrolle, bis sie 1825 die Verwaltung an die Holländer übertrugen. Fort Marlborough wurde restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Teeplantage Kabawetan
Die weiten Teeplantagen in der Kabawetan-Region wurden bereits während der niederländischen Kolo-nialzeit angelegt. Die Region wird von vielen Sundanesen und Jawanern bewohnt. Das Klima in dieser hügeligen Gegend ist angenehm kühl und ist besonders beliebt für Familienausflüge und Zeltlager. Nach einem Besuch der Teeplantagen kann man den aromatischen grünen und schwarzen Tee, der hier angebaut wird, auch als Souvenir mitnehmen.
LAMPUNG
Lampung liegt im äußersten Süden der Insel Sumatra und wird von den meisten Besuchern, die von Java nach Sumatra kommen, zu Unrecht übersehen. Dabei verfügt Lampung über Vulkane, Naturschutzgebiete und eine herrliche Küste von tiefen Buchten und wunderschönen Stränden. Zur Provinz gehört auch die Insel Krakatau, die durch den verhee-renden Vulkanausbruch von 1883 bekannt geworden ist. Durch die Lage an der Sundastraße spielt der Handel seit jeher eine wichtige Rolle, im frühen Mittelalter gehörte Lam-pung zum Reich Sriwijaya. Megalithskulpturen belegen die Besiedlung der Region seit der Jung-steinzeit. Die Hauptstadt der Provinz ist Bandar Lampung.
Nationalpark Way Kambas
Im östlichen Teil Zentral-Lampungs liegt das Naturschutzgebiet Way Kambas, mit dem ersten Elefanten-trainingszentrum, das in Indonesien gegründet wurde. Dort werden ehe-mals wilde Sumatraelefanten trai-niert, die eingefangen wurden, weil sie häufig Felder zerstörten.
Anak Krakatau
Krakatau ist eine Vulkaninsel in der Sunda-Straße zwischen den indonesischen Inseln Sumatra und Java. Der Vulkan brach im Laufe der letzten Jahr-hunderte mehr-fach aus. Die bekannteste Eruption, bei der die gesamte ur-sprüngliche Insel vollkommen zer-stört wurde, ereignete sich am 27. August 1883. Mehr als 36.000 Menschen verloren durch den Ausbruch des Krakataus ihr Leben. Seit 1927 entsteht am Ort des damaligen Ausbruchs eine neue Insel vulkanischen Ursprungs, die Anak Krakatau, Kind des Krakatau, genannt wird. Der Berg wächst Jahr für Jahr durch Ascheauswürfe und Lavaströme um mehr als vier Meter und ist heute bereits rund 450 Meter hoch.
Die größeren Tierarten überlebten den Ausbruch von 1883 nicht. Im Jahr 1886 wurden die Reste des alten Vulkans durch von benachbarten Inseln angesschwom-menen Waranen besiedelt. Von Bandar Lampung aus kommend, kann man nach einer rund einstündigen Autofahrt in Candi in ein Boot umsteigen. Oft kann man auf der Überfahrt zur Krakatau Insel Delfine aus nähester Nähe beobachten. Auf den benach-barten Inseln Sebuku und Sabesi Island gibt es Unterkünfte.
Pantai Tanjung Setia
Mit seinen Wellen, die problemlos eine Höhe von sieben Metern erreichen, ist der Strand Pantai Tanjung Setia besonders bei Surfern sehr beliebt. Viele Surfer finden sich in der Zeit zwischen Juli und Oktober hier ein. Neben der Strömung des Indischen Ozeans, bietet der Strand auch ein eindrucksvolles, idyllisches Panorama für Naturliebhaber, frei von dem üblichen Lärm anderer belebter Urlaubsstrände. Neben Sur-fern aus aller Welt, lockt der in einer kleinen Bucht gelegene Strand auch Angler an, denn das Meer ist hier bereits in Küstennähe reich an Thunfischen und Blauen Marlinen.












