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Kalimantan

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Kalimantan ist der Name für den indonesischen Teil der Insel Borneo, der nach Grönland und Papua drittgrößten Insel der Welt.  73 Prozent der Landfläche Borneos gehören zur Republik Indonesien, unterteilt in die vier Provinzen Westkalimantan, Zentralkalimantan, Südkalimantan und Ostkalimantan. Die übrigen 27 Prozent teilen sich Malaysia und Brunei. Kalimantan verfügt über 12,1 Millionen Einwohner.

Geografie
Der Äquator verläuft mitten über die Insel Borneo. Das führt zu einem ausgesprochen tropischen Klima auf der Insel mit hoher Luftfeuchtigkeit (über 80 Prozent). Die Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen 27,7 °C im Mai und 26,7 °C im Dezember. Es gibt keine ausgeprägte Regenzeit in der Region Kalimantan. Die mittlere Jahresniederschlagsmenge beträgt 3000 bis 4000 mm. Der längste Fluß Indonesiens, der Kapuas, zieht sich 1143 Kilometer durch die Insel.

Ökoregionen
Kalimantan besitzt  die fruchtbarsten tropischen Habitate der Welt, sowie  den größten tropischen Regenwald in Südostasien. Grundsätzlich gibt es sieben verschiedene Ökoregionen auf der Insel:

Der Flachlandregenwald, die Torfmoore, der Sunda Heidewald, der Frischwasser Sumpfwald und die Mangrovenwälder sind im weiten Flachland typisch, in den Bergregionen der Inseln findet man  hauptsächlich Gebirgsregenwälder.

Biodiversität
Kalimantan verfügt über eine wesentlich höhere Biodiversität als andere Regionen. Über 15.000 Pflanzenarten sind bisher bekannt, sowie 221 verschiedene Säugetierarten. Dazu zählen neben den Orang-Utans auch die Gibbons. Der Nebelparder ist die größte Katze der Insel. Auch die kleinen Malaienbären sind typische Bewohner des Regenwaldes. Und nur auf Borneo kommt der Nasenaffe vor. Der Rhinozerosvogel ist nur eine von 622 bekannten hier vorkommenden Vogelarten. Weiterhin kommen 400 Reptilien- und Amphibienarten vor, darunter die Kapuas-Wassertrugnatter, die einzige bekannte Schlange der Erde, die chamäleonartig ihre Farbe ändern kann und der Borneo-Taubwaran.


WESTKALIMANTAN

Westkalimantan umfasst eine Fläche von 146.607 Quadratkilometern. Eine noch weitgehend unbekannte Provinz, die reich an Rohstoffen ist. Das Küstengebiet Westkalimantans ist überwiegend sumpfig. Mehr als 100 Flüsse ziehen sich durch die flachen Ebenen. Im gebirgigen Ostteil der Provinz, weitab von den größeren Städten, liegen die Dörfer der Dayaks. Große Bevölkergruppen von Chinesen, Malaien und anderen Völkern bewohnen die übrigen Gegenden der Provinz.

Pontianak
KalbarDie Hauptstadt der Provinz West-kalimantan liegt genau auf dem Äquator. Pontianak wurde 1771 von arabischen Schiffsreisenden und Händlern gegründet, die an dieser Stelle ein Sultanat errichteten. Steinstatuetten und Keramiken aus dem fünften Jahrhundert deuten auf  die lange Besiedlung dieser Region hin, bei der Indonesiens längster Fluß, der Kapua, seit jeher als wichtige Transportader dient. Bis heute durchziehen zahlreiche Kanäle die Stadt. Der Kapuas teilt Pontianak  in zwei Hälften.

Interessante Sehenswürdigkeiten  in Pontianak und Umgebung sind der  Kadariah Palast im Stadtteil Kampung Dalam, der von der Sultanatszeit zeugt, das Staatliche Museum sowie die beiden Flüsse Kapuas und Landak. Die Strand-resorts in Kijing und Temajoh Islands bieten Entspannung, gute Mög-lichkeiten um zu tauchen, zu angeln oder segeln zu gehen.

Das Äquator Monument - Nur fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt das Äquatormonument, genau auf der Stelle wo der Äquator die Stadt durchkreuzt. Eine astro-nomische Besonderheit, die sich jedes Jahr zur Tagundnachtgleiche (Äquinoktium) ereignet, wird von zahlreichen Besuchern bewundert.  Während einer Zeitspanne von fünf bis zehn Minuten steht die Sonne genau senkrecht über dem Monu-ment, so dass während dieser Zeit keinerlei Schatten zu sehen sind.

Traditionelles Langhaus - Ein tradi-tionelles Haus, wie es von den Dayak früher genutz wurde, ist in der Jalan Letjen Sutoyo Pontianak zu besich-tigen. Jedes Jahr Ende April wird dort die “Gawai Dayak” Zeremonie veranstaltet.

Pasir Panjang
17 Kilometer von der Stadt Singkawang entfernt liegt das Strandresort Pasir Panjang, ein idealer Ort um zu Schwimmen oder Tennis zu spielen. Ein weiteres gutes Resort in der Region Singkawang ist das Gunung Poteng Hill Resort, das  bei Naturliebhabern beliebt ist.

Palung Nationalpark
Der Palung Nationalpark in der Region Ketapang bedeckt eine Fläche von über 90.000 Quadratkilometern. Dort findet man die großartige Vielfalt an Pflanzen und Tieren, die die Insel Borneo zu bieten hat.  Der Nationalpark ist so vielfältig, da er verschiedene Ökoregionen umfaßt, wie Mangrovenwälder, Sümpfe,  Flachlandwälder sowie Bergregen-wälder.  Daneben bieten heiße Quellen, Seen und Höhlenlabyrinthe zusätzliche Abwechslung. Den Nationalpark kann man sowohl mit dem Flugzeug als auch mit einem Schnellboot von Pontianak aus erreichen.

Kapuas Hulu

Die Region Kapuas Hulu ist eine große Region, die auf Grund ihrer ökologischen Vielfalt besonders für Ökotourismus geeignet ist. Zu den zahlreichen sehenswerten Orten der Region zählen der Betung Kerihun Nationalpark, der den Besuchern eine unglaub-liche Vielfalt an Pflanzen und Tieren offenbart und die Möglichkeit bietet, die Zeremonien und Tradi-tionen der dort ansässigen Dayak kennenzulernen. Das Herz von Westborneo läßt keine Langeweile auf-kommen : Trekkingtouren in den Dschungel, das Community-Leben der Dayak kennenlernen, Höhlen erkunden, Stromschnellen bewältigen - das alles und mehr bietet der Betung Kerihun Nationalpark  den interessierten Besuchern.

Der Danau Sentarum Nationalpark ist ebenfalls einen Besuch wert. Die 132.000 Hektar große Fläche wird dominiert von fünf Seen und umgebenden Sümpfen. Sehenswert sind die schwimmenden Häuser sowie die Langboote, die man hier vielfach antrifft. Mehr als 220 Fischarten tümmeln sich in den Seen, wie etwa der farbenprächtige Asiatische Gabelbart. Wer nachts in einem der schwimmenden Häuser übernachtet, in den Seen fischt und zusammen mit den Dayaks die Wälder und die Berge erkundet, wird ein einmaliges Urlaubserlebnis haben, das nicht so schnell vergessen sein wird.

Karimata

Eine spektakuläre Unterwasserwelt findet man rund um die Insel Karimata, die rund 100 Kilometer vor der Küste West-kalimantans liegt. Auf einer Fläche von 77.000 Quadratkilometer bietet die Insel einer Vielzahl von Schild-kröten und Dugongs Zuflucht. Ein Hafen und ein Flugplatz verbinden die Insel mit Kalimantan

Kendawangan Naturschutzgebiet

Das Naturschutzgebiet in Kenda-wangan besteht aus verschiedenen Ökoregionen, darunter Flach-landwälder, Küstenwälder Man-groven, Sümpfen und Torfmooren. In dem 150.000 Quadratkilometer großen Gebiet trifft man neben zahlreichen anderen Tierarten besonders viele Meeresschildkröten an.

Selimpah Beach
Selimpah Beach ist ein ruhiger Strand, etwa 300 Kilometer von Pontianak entfernt. Von Februar bis Mai kann man hier viele Schildkröten beim Eier-legen beobachten.

Menager Wasserfall

Über sieben Etappen stürzen die Wassermassen des Menager Wasserfalls kaskadenartig in die Tiefe.  Die friedliche Atmosphäre des Wasser-falls und der umgebene Regenwald laden zum Verweilen ein. Die Luft ist erfüllt mit dem Gezwitscher Tausender Vögel.

Bukit Kelam

Bukit_Kelam_KalbarDer „Dunkle Hügel“ ist eine riesige Stein-formation nahe der Stadt Sintang, am Ufer des Kapuas Flusses. Die Lage macht den Ort zu einem traditionellen chine-sischen Handelszentrum im Inneren der Insel Borneo. Von Sintang gelangt man in 15 Minuten mit dem Bus zu dem Hügel. Über Treppen kann man den Hügel erklimmen und den spektakulären Ausblick von oben genießen. Jeden Nachmittag wird der Hügel von Wolken umgeben.


OSTKALIMANTAN

Ostkalimantan ist die wirtschaftlich am weitesten entwickelte Provinz Kalimantans und die Heimat zahlreicher Dayakstämme, wie den Iban, Punan and Banuaq. Die Zeremonien haben bis heute überlebt und werden nicht nur in den Langhäusern der Dayakdörfer praktiziert, sondern auch in den modernen Städten wie Samarinda. Eine Reise durch Ostkalimantan, entlang des majestätischen Mahakam Flußes, ist ein faszinierendes Abenteuer.

Samarinda
ANAK_DAYAK-03_KaltimDies Haupstadt der Provinz liegt am Fluss Mahakam, einige Kilometer vom Mündungsdelta entfernt. Der Mahakam ist auch der Haupt-verkehrsweg ins wenig erschlossene Hinterland.  Samarinda ist bekannt für seine schönen Sarongs. In der Jalan Pangeran Bendahara in Samarinda Seberang kann man zusehen, wie die kunstvollen Sarongs hergestellt werden.

Die Gärten der Mulawarman Uni-versität haben ein sehenswertes Arboretum, etwa 12 Kilometer nördlich der Stadt. Das Erho-lungsgebiet Tanah Merah Indah, das gerne von Familien besucht wird, hat einen idyllischen Wasserfall sowie eine Badestelle.

Balikpapan

Balikpapan liegt an der Ostküste der Insel, an der Straße von Makassar, rund 150 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Samarinda. Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Erdölförderung, die Verarbeitung in mehreren Raffinerien, sowie  die Ölausfuhr über den großen Erdölhafen.  Balikpapan ist als größte Stadt Kalimantans das Tor zur Insel Borneo und verfügt über einen belebten Hafen sowie den zweitgrößten Flughafen Indonesiens.

Tanjung Isuy

Diese kleine Siedlung der Benuaq am Ufer des Jempang-Sees im Hinterland Ostkalimantans verfügt über ein traditionelles Dayak Langhaus, das zu einer Lodge für Touristen um-funktioniert worden ist. Besucher werden mit einem Willkommenstanz  von den Benuaq begrüßt.  Die Fahrt nach Tanjung Isuy über den Maha-kam Fluß, durch den undurch-dringlichen Dschungel, stellt ein besonderes Erlebnis dar.  Besucher erhalten einen tiefen Einblick in die Kultur der Dayak, wenn sie z.B. einem Belian (Medizinmann) bei der Arbeit zu sehen. In einem Kostüm aus Blättern heilt er bei Nacht seine Patienten nach altüberlieferten Zeremonien, begleitet von Gongs und Trommeln.

Tenggarong

Am Ufer des Mahakam gelegen ist Tenggarong, die ehemalige Hauptstadt des Kutai Sultanats. Der ehemalige Palast am Flussufer ist heutzutage ein Museum. Neben Ausstellungen aus der Zeit des Sultanats sind chinesische Kera-miken sowei Dayak Statuen zu besichtigen. Jedes Jahr am 24. September wird hier der Geburtstag der Stadt mit Tanz- und Musikaufführungen gefeiert.

Derawan und  Sangalaki

Die beiden Inseln Derawan  und  Sangalaki können mit dem Langboot von Tanjung Redep aus erreicht werden. Viele seltene Tierarten leben auf den beiden Inseln, wie die Grüne Meeresschildkröte oder Seekühe.  Die Un-terwasserwelt um die beiden Inseln ist von einer erstaunlicher Vielfalt und Schönheit. Ein wahrhaftes Paradies für Taucher.


SÜDKALIMANTAN

Die Provinz ist die kleinste, aber auch die am dichtesten besiedelte Provinz Kalimantans.  Die Bevöl-kerung der Provinz setzt sich zusam-men aus Malaien und Dayak, sowie einigen zugezogenen Volksgruppen. Die Hauptstadt ist Banjarmasin. Die Stadt ist auf einer Deltainsel in der Nähe der Mündungen der Flüsse Barito und Martapura gelegen. Deshalb wird Banjarmasin auch „River City“ genannt.

Banjarmasin

Mesjid_Martapura_KALSEL2Um Banjarmasin richtig kennen-zulernen, muss man die Stadt vom Wasser aus erkunden. Entweder mit den sogenannten Flusstaxis (Klotok) oder einen Schnellboot.  Der Muara Kuin Markt auf dem Barito-Fluss, Banjarmasin ist einer von weltweit nur zwei schwimmenden Märkten. Dieser Markt existiert bereits über 400 Jahre. Es werden Obst und Gemüse, Fisch sowie allerlei Haus-haltsgegenstände gehandelt. Sehens-wert in der Region sind auch die Affeninseln und die Diamantmine.

Insel Kembang

Pasar_terapung_KalselDie Insel Kembang liegt im Barito-Fluß und ist nicht allzu weit von dem schwimmenden Markt entfernt.  Die Insel ist von zahmen Affen bevölkert, die in einem alten chinesischen Tempel leben. Glaubt man den Erzählungen der ortsansässigen Bevölkerung, so bringt es Glück wenn ein Besucher der Insel von den Affen eingekreist wird.

Insel Kaget

Nach einer Fahrzeit von eineinhalb Stunden von Banjarmasin mit dem Flusstaxi erreicht man die Insel Kaget. Der geschüzte Proboscis-Affe hat auf der Insel Kaget ein Habitat gefunden. Diese Spezies lebt in den Bäumen und ist tagaktiv. Außerdem sind sie gute Schwimmer. Zudem trifft man hier auf zahlreiche Vogelarten. Die Insel hat eine Größe von 267 Hektar und ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Kaget Island teilt sich durch zwei etwa drei Meter breite Flüsse in zwei Hälften. Die Südseite (gelegen in Richtung Barito Flußmündung) hat eine Größe von 85 Hektar und wurde zu einem Naturschutzgebiet erklärt.

Cempaka Diamantmine

In der Diamantmine  in Cempaka, einem kleinen Dorf rund fünf Kilometer von der Stadt Martapura entfernt,  wird noch auf traditionelle Weise nach Diamanten gegraben. Die Mine ist in 45 Minuten von Banjarmasin aus zu erreichen. Der spektakulärste Fund bisher geschah 1965 als ein großer Rohdiamant mit 167,7 Karat gefunden worden ist.

Loksado

Der Bergort Loksado, der sich in den Meratus-Bergen befindet, ist ein wunderbarer Ort für Trekkingtouren. Von Loksado, wo es Unterkünfte gibt, kann man nach kurzem Marsch und über eine Hängebrücke in das Dayakdorf Malaris gelangen. Dort findet man das größte Langhaus der Region. Dreimal im Jahr feiert das Dorf die Aruh Zeremonie, die sich nach dem Zyklus des Reisanbaus richtet.

Amandit River Rafting

Für abenteuerlustige Besucher Süd-kalimantans empfiehlt sich ein Abstecher zum Amandit River Rafting.  Wahlweise mit Bambus-flößen oder Schlauchbooten geht es den wilden Fluß stromabwärts. Die erste Etappe beginnt in Loksado nach Muara Hatip, die über Stromschnellen der Kategorie 1 bis 2,5 verfügt. Die zweite Etappe von Muara Hatip nach Batu Laki verfügt sogar über Stromschnellen der Kategorie 3. neben dem Rafting sollte man sich auch den nahegelegenen  Hatari-Wasserfall einmal anschauen.


ZENTRALKALIMANTAN

Zentralkalimantan ist die größte Provinz der Insel. Während der nördliche Teil der Provinz aus unzugänglichen Gebirgsregionen besteht, ist der Rest flach und überwiegend von Dschungel bedeckt. Der südliche Teil ist von Sümpfen und zahlreichen Flüßen durchzogen Die Bevölkerung setzt sich zu-sammen aus indigenen Dayak, vor allem den Ngaju, und überwiegend muslimischen Malaien. Die Ngaju verfügen über eine eigene Religion, die Kaharingan heißt und Elemente der Ahnenverehrung und des Animismus umfaßt.

Palangkaraya

Die Stadt entstand aus der kleinen Siedlung Pahandut, die 1957 zur Hauptstadt der neuerrichteten Provinz Kali-mantan Tengah erklärt und in Palangkaraya um-benannt wurde. Heute ist die Stadt Verwaltungs-, Verkehrs- und Wirtschaftszentrum der Provinz mit eigenem Flughafen. Das regionale Museum verfügt über eine interessante Sammlung von Ausstel-lungsstücken von historischen und kulturellem Wert aus ganz Zentralkalimantan.

Kuala Kapuas

Kuala Kapuas, ein Ort am Ufer des Kapuas, liegt 40 Kilometer von Banjarmasin entfernt.  Eine der Haupteinnahmequellen der Region ist die Goldför-derung, insbesondere das Goldwaschen, das mit einfachsten Mitteln betrieben wird. Besuchenswert in der Region ist das Fischerdorf Telo, eine bekanntes Ziel für Touristen. Für Abenteurer bieten sich Möglichkeiten zum Rafting auf dem Gohong Rawai, Naturliebhaber ge-niessen die idyllische Umgebung. Auch die Goldminen in Teweh und Batu Api sind eine interessantes Ziel.

Sampit

Der größte Zinnhafen auf Kalimantan befindet sich in der Stadt Sampit. Daneben verfügt der Ort über eine wunderschönen Orchide-enpark mit einigen sehr seltenen Orchideenarten.

Tanjung Puting

air_manitis_hulu_kaltengDer Nationalpark Tanjung Puting geht zurück auf zwei Wildreservate, die in den späten 1930er Jahren durch die damalige niederländische Kolonialregierung gegründet wurden. Im Jahre 1978 wurden diese Reservate zusammengelegt und 1981 von der UNESCO zum

Biosphärenreservat ernannt. Die Flachland– und Sumpfwälder werden von zahlreichen Primat wie Orangutans und Nasenaffen bewohnt. Der Nationalpark ist fester Bestandteil im Programm renommierter Reiseanbieter und Ziel von Forschern aus aller Welt, denn mit über 600 Baum-, 250 Vogel- und diversen Säugetierarten gehört der Park zu den artenreichsten der Welt.  Eine Orangutan Rehabilitationsstation im Nationalpark wird durch den World Wildlife Fund (WWF) betrieben.

KALIMANTAN

Kalimantan ist der Name für den indonesischen Teil der Insel Borneo, der nach Grönland und Papua drittgrößten Insel der Welt. 73 Prozent der Landfläche Borneos gehören zur Republik Indonesien, unterteilt in die vier Provinzen Westkalimantan, Zentralkalimantan, Südkalimantan und Ostkalimantan. Die übrigen 27 Prozent teilen sich Malaysia und Brunei. Kalimantan verfügt über 12,1 Millionen Einwohner.

Geografie

Der Äquator verläuft mitten über die Insel Borneo. Das führt zu einem ausgesprochen tropischen Klima auf der Insel mit hoher Luftfeuchtigkeit (über 80 Prozent). Die Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen 27,7 °C im Mai und 26,7 °C im Dezember. Es gibt keine ausgeprägte Regenzeit in der Region Kalimantan. Die mittlere Jahresniederschlagsmenge beträgt 3000 bis 4000 mm. Der längste Fluß Indonesiens, der Kapuas, zieht sich 1143 Kilometer durch die Insel.

Ökoregionen

Kalimantan besitzt die fruchtbarsten tropischen Habitate der Welt, sowie den größten tropischen Regenwald in Südostasien. Grundsätzlich gibt es sieben verschiedene Ökoregionen auf der Insel:

Der Flachlandregenwald, die Torfmoore, der Sunda Heidewald, der Frischwasser Sumpfwald und die Mangrovenwälder sind im weiten Flachland typisch, in den Bergregionen der Inseln findet man hauptsächlich Gebirgsregenwälder.

Biodiversität

Kalimantan verfügt über eine wesentlich höhere Biodiversität als andere Regionen. Über 15.000 Pflanzenarten sind bisher bekannt, sowie 221 verschiedene Säugetierarten. Dazu zählen neben den Orang-Utans auch die Gibbons. Der Nebelparder ist die größte Katze der Insel. Auch die kleinen Malaienbären sind typische Bewohner des Regenwaldes. Und nur auf Borneo kommt der Nasenaffe vor. Der Rhinozerosvogel ist nur eine von 622 bekannten hier vorkommenden Vogelarten. Weiterhin kommen 400 Reptilien- und Amphibienarten vor, darunter die Kapuas-Wassertrugnatter, die einzige bekannte Schlange der Erde, die chamäleonartig ihre Farbe ändern kann und der Borneo-Taubwaran.

WESTKALIMANTAN

Westkalimantan umfasst eine Fläche von 146.607 Quadratkilometern. Eine noch weitgehend unbekannte Provinz, die reich an Rohstoffen ist. Das Küstengebiet Westkalimantans ist überwiegend sumpfig. Mehr als 100 Flüsse ziehen sich durch die flachen Ebenen. Im gebirgigen Ostteil der Provinz, weitab von den größeren Städten, liegen die Dörfer der Dayaks. Große Bevölkergruppen von Chinesen, Malaien und anderen Völkern bewohnen die übrigen Gegenden der Provinz.

Pontianak

Die Hauptstadt der Provinz West-kalimantan liegt genau auf dem Äquator. Pontianak wurde 1771 von arabischen Schiffsreisenden und Händlern gegründet, die an dieser Stelle ein Sultanat errichteten. Steinstatuetten und Keramiken aus dem fünften Jahrhundert deuten auf die lange Besiedlung dieser Region hin, bei der Indonesiens längster Fluß, der Kapua, seit jeher als wichtige Transportader dient. Bis heute durchziehen zahlreiche Kanäle die Stadt. Der Kapuas teilt Pontianak in zwei Hälften.

Interessante Sehenswürdigkeiten in Pontianak und Umgebung sind der Kadariah Palast im Stadtteil Kampung Dalam, der von der Sultanatszeit zeugt, das Staatliche Museum sowie die beiden Flüsse Kapuas und Landak. Die Strand-resorts in Kijing und Temajoh Islands bieten Entspannung, gute Mög-lichkeiten um zu tauchen, zu angeln oder segeln zu gehen.

Das Äquator Monument - Nur fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt das Äquatormonument, genau auf der Stelle wo der Äquator die Stadt durchkreuzt. Eine astro-nomische Besonderheit, die sich jedes Jahr zur Tagundnachtgleiche (Äquinoktium) ereignet, wird von zahlreichen Besuchern bewundert. Während einer Zeitspanne von fünf bis zehn Minuten steht die Sonne genau senkrecht über dem Monu-ment, so dass während dieser Zeit keinerlei Schatten zu sehen sind.

Traditionelles Langhaus - Ein tradi-tionelles Haus, wie es von den Dayak früher genutz wurde, ist in der Jalan Letjen Sutoyo Pontianak zu besich-tigen. Jedes Jahr Ende April wird dort die “Gawai Dayak” Zeremonie veranstaltet.

Pasir Panjang

17 Kilometer von der Stadt Singkawang entfernt liegt das Strandresort Pasir Panjang, ein idealer Ort um zu Schwimmen oder Tennis zu spielen. Ein weiteres gutes Resort in der Region Singkawang ist das Gunung Poteng Hill Resort, das bei Naturliebhabern beliebt ist.

Palung Nationalpark

Der Palung Nationalpark in der Region Ketapang bedeckt eine Fläche von über 90.000 Quadratkilometern. Dort findet man die großartige Vielfalt an Pflanzen und Tieren, die die Insel Borneo zu bieten hat. Der Nationalpark ist so vielfältig, da er verschiedene Ökoregionen umfaßt, wie Mangrovenwälder, Sümpfe, Flachlandwälder sowie Bergregen-wälder. Daneben bieten heiße Quellen, Seen und Höhlenlabyrinthe zusätzliche Abwechslung. Den Nationalpark kann man sowohl mit dem Flugzeug als auch mit einem Schnellboot von Pontianak aus erreichen.

Kapuas Hulu

Die Region Kapuas Hulu ist eine große Region, die auf Grund ihrer ökologischen Vielfalt besonders für Ökotourismus geeignet ist. Zu den zahlreichen sehenswerten Orten der Region zählen der Betung Kerihun Nationalpark, der den Besuchern eine unglaub-liche Vielfalt an Pflanzen und Tieren offenbart und die Möglichkeit bietet, die Zeremonien und Tradi-tionen der dort ansässigen Dayak kennenzulernen. Das Herz von Westborneo läßt keine Langeweile auf-kommen : Trekkingtouren in den Dschungel, das Community-Leben der Dayak kennenlernen, Höhlen erkunden, Stromschnellen bewältigen - das alles und mehr bietet der Betung Kerihun Nationalpark den interessierten Besuchern.

Der Danau Sentarum Nationalpark ist ebenfalls einen Besuch wert. Die 132.000 Hektar große Fläche wird dominiert von fünf Seen und umgebenden Sümpfen. Sehenswert sind die schwimmenden Häuser sowie die Langboote, die man hier vielfach antrifft. Mehr als 220 Fischarten tümmeln sich in den Seen, wie etwa der farbenprächtige Asiatische Gabelbart. Wer nachts in einem der schwimmenden Häuser übernachtet, in den Seen fischt und zusammen mit den Dayaks die Wälder und die Berge erkundet, wird ein einmaliges Urlaubserlebnis haben, das nicht so schnell vergessen sein wird.

Karimata Eine spektakuläre Unterwasserwelt findet man rund um die Insel Karimata, die rund 100 Kilometer vor der Küste West-kalimantans liegt. Auf einer Fläche von 77.000 Quadratkilometer bietet die Insel einer Vielzahl von Schild-kröten und Dugongs Zuflucht. Ein Hafen und ein Flugplatz verbinden die Insel mit Kalimantan

Kendawangan Naturschutzgebiet

Das Naturschutzgebiet in Kenda-wangan besteht aus verschiedenen Ökoregionen, darunter Flach-landwälder, Küstenwälder Man-groven, Sümpfen und Torfmooren. In dem 150.000 Quadratkilometer großen Gebiet trifft man neben zahlreichen anderen Tierarten besonders viele Meeresschildkröten an.

Selimpah Beach

Selimpah Beach ist ein ruhiger Strand, etwa 300 Kilometer von Pontianak entfernt. Von Februar bis Mai kann man hier viele Schildkröten beim Eier-legen beobachten.

Menager Wasserfall

Über sieben Etappen stürzen die Wassermassen des Menager Wasserfalls kaskadenartig in die Tiefe. Die friedliche Atmosphäre des Wasser-falls und der umgebene Regenwald laden zum Verweilen ein. Die Luft ist erfüllt mit dem Gezwitscher Tausender Vögel.

Bukit Kelam

Der „Dunkle Hügel“ ist eine riesige Stein-formation nahe der Stadt Sintang, am Ufer des Kapuas Flusses. Die Lage macht den Ort zu einem traditionellen chine-sischen Handelszentrum im Inneren der Insel Borneo. Von Sintang gelangt man in 15 Minuten mit dem Bus zu dem Hügel. Über Treppen kann man den Hügel erklimmen und den spektakulären Ausblick von oben genießen. Jeden Nachmittag wird der Hügel von Wolken umgeben.

OSTKALIMANTAN

Ostkalimantan ist die wirtschaftlich am weitesten entwickelte Provinz Kalimantans und die Heimat zahlreicher Dayakstämme, wie den Iban, Punan and Banuaq. Die Zeremonien haben bis heute überlebt und werden nicht nur in den Langhäusern der Dayakdörfer praktiziert, sondern auch in den modernen Städten wie Samarinda. Eine Reise durch Ostkalimantan, entlang des majestätischen Mahakam Flußes, ist ein faszinierendes Abenteuer.

Samarinda

Dies Haupstadt der Provinz liegt am Fluss Mahakam, einige Kilometer vom Mündungsdelta entfernt. Der Mahakam ist auch der Haupt-verkehrsweg ins wenig erschlossene Hinterland. Samarinda ist bekannt für seine schönen Sarongs. In der Jalan Pangeran Bendahara in Samarinda Seberang kann man zusehen, wie die kunstvollen Sarongs hergestellt werden.

Die Gärten der Mulawarman Uni-versität haben ein sehenswertes Arboretum, etwa 12 Kilometer nördlich der Stadt. Das Erho-lungsgebiet Tanah Merah Indah, das gerne von Familien besucht wird, hat einen idyllischen Wasserfall sowie eine Badestelle.

Balikpapan

Balikpapan liegt an der Ostküste der Insel, an der Straße von Makassar, rund 150 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Samarinda. Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Erdölförderung, die Verarbeitung in mehreren Raffinerien, sowie die Ölausfuhr über den großen Erdölhafen. Balikpapan ist als größte Stadt Kalimantans das Tor zur Insel Borneo und verfügt über einen belebten Hafen sowie den zweitgrößten Flughafen Indonesiens.

Tanjung Isuy

Diese kleine Siedlung der Benuaq am Ufer des Jempang-Sees im Hinterland Ostkalimantans verfügt über ein traditionelles Dayak Langhaus, das zu einer Lodge für Touristen um-funktioniert worden ist. Besucher werden mit einem Willkommenstanz von den Benuaq begrüßt. Die Fahrt nach Tanjung Isuy über den Maha-kam Fluß, durch den undurch-dringlichen Dschungel, stellt ein besonderes Erlebnis dar. Besucher erhalten einen tiefen Einblick in die Kultur der Dayak, wenn sie z.B. einem Belian (Medizinmann) bei der Arbeit zu sehen. In einem Kostüm aus Blättern heilt er bei Nacht seine Patienten nach altüberlieferten Zeremonien, begleitet von Gongs und Trommeln.

Tenggarong

Am Ufer des Mahakam gelegen ist Tenggarong, die ehemalige Hauptstadt des Kutai Sultanats. Der ehemalige Palast am Flussufer ist heutzutage ein Museum. Neben Ausstellungen aus der Zeit des Sultanats sind chinesische Kera-miken sowei Dayak Statuen zu besichtigen. Jedes Jahr am 24. September wird hier der Geburtstag der Stadt mit Tanz- und Musikaufführungen gefeiert.

Derawan und  Sangalaki

Die beiden Inseln Derawan und  Sangalaki können mit dem Langboot von Tanjung Redep aus erreicht werden. Viele seltene Tierarten leben auf den beiden Inseln, wie die Grüne Meeresschildkröte oder Seekühe. Die Un-terwasserwelt um die beiden Inseln ist von einer erstaunlicher Vielfalt und Schönheit. Ein wahrhaftes Paradies für Taucher.

SÜDKALIMANTAN

Die Provinz ist die kleinste, aber auch die am dichtesten besiedelte Provinz Kalimantans. Die Bevöl-kerung der Provinz setzt sich zusam-men aus Malaien und Dayak, sowie einigen zugezogenen Volksgruppen. Die Hauptstadt ist Banjarmasin. Die Stadt ist auf einer Deltainsel in der Nähe der Mündungen der Flüsse Barito und Martapura gelegen. Deshalb wird Banjarmasin auch „River City“ genannt.

Banjarmasin

Um Banjarmasin richtig kennen-zulernen, muss man die Stadt vom Wasser aus erkunden. Entweder mit den sogenannten Flusstaxis (Klotok) oder einen Schnellboot. Der Muara Kuin Markt auf dem Barito-Fluss, Banjarmasin ist einer von weltweit nur zwei schwimmenden Märkten. Dieser Markt existiert bereits über 400 Jahre. Es werden Obst und Gemüse, Fisch sowie allerlei Haus-haltsgegenstände gehandelt. Sehens-wert in der Region sind auch die Affeninseln und die Diamantmine.

Insel Kembang

Die Insel Kembang liegt im Barito-Fluß und ist nicht allzu weit von dem schwimmenden Markt entfernt. Die Insel ist von zahmen Affen bevölkert, die in einem alten chinesischen Tempel leben. Glaubt man den Erzählungen der ortsansässigen Bevölkerung, so bringt es Glück wenn ein Besucher der Insel von den Affen eingekreist wird.

Insel Kaget

Nach einer Fahrzeit von eineinhalb Stunden von Banjarmasin mit dem Flusstaxi erreicht man die Insel Kaget. Der geschüzte Proboscis-Affe hat auf der Insel Kaget ein Habitat gefunden. Diese Spezies lebt in den Bäumen und ist tagaktiv. Außerdem sind sie gute Schwimmer. Zudem trifft man hier auf zahlreiche Vogelarten. Die Insel hat eine Größe von 267 Hektar und ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Kaget Island teilt sich durch zwei etwa drei Meter breite Flüsse in zwei Hälften. Die Südseite (gelegen in Richtung Barito Flußmündung) hat eine Größe von 85 Hektar und wurde zu einem Naturschutzgebiet erklärt.

Cempaka Diamantmine

In der Diamantmine in Cempaka, einem kleinen Dorf rund fünf Kilometer von der Stadt Martapura entfernt, wird noch auf traditionelle Weise nach Diamanten gegraben. Die Mine ist in 45 Minuten von Banjarmasin aus zu erreichen. Der spektakulärste Fund bisher geschah 1965 als ein großer Rohdiamant mit 167,7 Karat gefunden worden ist.

Loksado

Der Bergort Loksado, der sich in den Meratus-Bergen befindet, ist ein wunderbarer Ort für Trekkingtouren. Von Loksado, wo es Unterkünfte gibt, kann man nach kurzem Marsch und über eine Hängebrücke in das Dayakdorf Malaris gelangen. Dort findet man das größte Langhaus der Region. Dreimal im Jahr feiert das Dorf die Aruh Zeremonie, die sich nach dem Zyklus des Reisanbaus richtet.

Amandit River Rafting

Für abenteuerlustige Besucher Süd-kalimantans empfiehlt sich ein Abstecher zum Amandit River Rafting. Wahlweise mit Bambus-flößen oder Schlauchbooten geht es den wilden Fluß stromabwärts. Die erste Etappe beginnt in Loksado nach Muara Hatip, die über Stromschnellen der Kategorie 1 bis 2,5 verfügt. Die zweite Etappe von Muara Hatip nach Batu Laki verfügt sogar über Stromschnellen der Kategorie 3. neben dem Rafting sollte man sich auch den nahegelegenen Hatari-Wasserfall einmal anschauen.

ZENTRALKALIMANTAN

Zentralkalimantan ist die größte Provinz der Insel. Während der nördliche Teil der Provinz aus unzugänglichen Gebirgsregionen besteht, ist der Rest flach und überwiegend von Dschungel bedeckt. Der südliche Teil ist von Sümpfen und zahlreichen Flüßen durchzogen Die Bevölkerung setzt sich zu-sammen aus indigenen Dayak, vor allem den Ngaju, und überwiegend muslimischen Malaien. Die Ngaju verfügen über eine eigene Religion, die Kaharingan heißt und Elemente der Ahnenverehrung und des Animismus umfaßt.

Palangkaraya

Die Stadt entstand aus der kleinen Siedlung Pahandut, die 1957 zur Hauptstadt der neuerrichteten Provinz Kali-mantan Tengah erklärt und in Palangkaraya um-benannt wurde. Heute ist die Stadt Verwaltungs-, Verkehrs- und Wirtschaftszentrum der Provinz mit eigenem Flughafen. Das regionale Museum verfügt über eine interessante Sammlung von Ausstel-lungsstücken von historischen und kulturellem Wert aus ganz Zentralkalimantan.

Kuala Kapuas

Kuala Kapuas, ein Ort am Ufer des Kapuas, liegt 40 Kilometer von Banjarmasin entfernt. Eine der Haupteinnahmequellen der Region ist die Goldför-derung, insbesondere das Goldwaschen, das mit einfachsten Mitteln betrieben wird. Besuchenswert in der Region ist das Fischerdorf Telo, eine bekanntes Ziel für Touristen. Für Abenteurer bieten sich Möglichkeiten zum Rafting auf dem Gohong Rawai, Naturliebhaber ge-niessen die idyllische Umgebung. Auch die Goldminen in Teweh und Batu Api sind eine interessantes Ziel.

Sampit

Der größte Zinnhafen auf Kalimantan befindet sich in der Stadt Sampit. Daneben verfügt der Ort über eine wunderschönen Orchide-enpark mit einigen sehr seltenen Orchideenarten.

Tanjung Puting

Der Nationalpark Tanjung Puting geht zurück auf zwei Wildreservate, die in den späten 1930er Jahren durch die damalige niederländische Kolonialregierung gegründet wurden. Im Jahre 1978 wurden diese Reservate zusammengelegt und 1981 von der UNESCO zum

Biosphärenreservat ernannt. Die Flachland– und Sumpfwälder werden von zahlreichen Primat wie Orangutans und Nasenaffen bewohnt. Der Nationalpark ist fester Bestandteil im Programm renommierter Reiseanbieter und Ziel von Forschern aus aller Welt, denn mit über 600 Baum-, 250 Vogel- und diversen Säugetierarten gehört der Park zu den artenreichsten der Welt. Eine Orangutan Rehabilitationsstation im Nationalpark wird durch den World Wildlife Fund (WWF) betrieben.

 

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